Orangenhaut – Was kann man dagegen tun?

Orangenhaut ist ein Problem, das Frauen seit Jahrzehnten beschäftigt. Sie sieht natürlich nicht gut aus, hängt aber keinesfalls – wie fälschlicherweise oft gesagt wird – mit dem Gewicht zusammen. Verschiedene Faktoren sind dafür verantwortlich, dass die Haut Cellulite, wie Orangenhaut eigentlich heißt, entwickelt. Grundsätzlich ist Orangenhaut ein deutliches Anzeichen dafür, dass die Haut eine nur geringe Spannkraft besitzt bzw. diese stark abgenommen hat. Sie ist also eine Schwäche des Bindegewebes, die sich im Laufe der Jahre entwickelt.

Die Orangenhaut

Büßt die Haut mit der Zeit an Elastizität ein, dann fehlen ihr essenzielle Nährstoffe und vor allem Feuchtigkeit – somit entstehen Falten, was an verschiedenen Körperstellen sichtbar ist. Der Name "Orangenhaut" ist übrigens symbolisch gemeint und beschreibt die rauhe, leicht dellige und unebene Haut einer Orange. So gesehen handelt es sich bei den "Hügeln" der Orangenhaut um Fettzellen, die sich vergrößert haben und nach außen hin als Dellen wahrgenommen werden. Verantwortlich dafür ist unter anderem das Hormon Östrogen: Frauen bekommen ihre Fettpölsterchen vorzugsweise an Bauch, Beinen und Po – eben den klassischen Problemzonen. Die fettspeichernden Zellen, die Lipozyten, können sich hier in ihrer Fläche deutlich mehr ausweiten als vergleichsweise bei Männern. Wenn Cellulite erst einmal fortgeschritten ist, ergeben sich nach und nach weitere Probleme. Die vergrößerten Fettzellen blockieren darüber hinaus den reibungslosen Fluss von Blut und Lymphe – dadurch wird Wasser in das sich darum befindende Gewebe gedrückt und die Haut wirkt aufgedunsen und dellig. Allerdings sorgt genau dieser Prozess unter der Haut auch dafür, dass diese so geschmeidig wird, wie es nur bei Frauen der Fall ist. Erst dadurch ist sie imstande, starke Veränderungen in ihrer Form – wie bei einer Schwangerschaft – auszuhalten.

Wie entsteht Orangenhaut – und was hilft dagegen wirklich?

Dass Orangenhaut nicht beliebt ist, versteht sich von selbst. Doch hier stellt sich gleichzeitig auch die Frage, wie man am besten dagegen vorgehen kann. Mittlerweile gibt es viele unterschiedliche Pflegeprodukte auf dem Markt, die alle eines suggerieren: Massieren und cremen – und schon bekommt man streichelzarte, glatte Babyhaut. Es steht außer Frage, dass Massagen und Cremes die Haut pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen können. Auch die Durchblutung kann angeregt werden und so dazu beitragen, dass die Haut straffer wirkt. Wer jedoch auf den großen Effekt hofft, die Cellulite nur mit Cremes wegzubekommen, der irrt: Das ist selbst für die moderne Kosmetikindustrie nicht möglich. Eine andere Frage ist, wie Orangenhaut eigentlich entsteht. Übergewicht lautet die Antwort der meisten Menschen – doch diese Annahme ist falsch, wenn vielmehr kann Cellulite auch ein Nebeneffekt des Alterns sein oder sogar im Zuge einer Gewichtsreduktion auftreten. Verändert sich das Gewicht stark oder schwankt es regelmäßig, dann ist die Chance groß, dass auch Orangenhaut sichtbar wird. Auch genetische Veranlagung spielt in diesem Zusammenhang eine nicht unwichtige Rolle. Eine eher schwach ausgeprägte Bindehaut begünstigt Orangenhaut erheblich, insbesondere, wenn sich das Gewicht immer wieder verändert oder man sich sehr kohlenhydratelastig und fettreich ernährt. Wirklich hilfreich ist bei Orangenhaut nur Bewegung.

Bewegung: Ein wirksames Mittel gegen unschöne Orangenhaut

Prinzipiell ist es so, dass ein Mangel an Bewegung langfristig dazu führt, dass die Muskelmasse sich nach und nach abbaut und stattdessen ein Aufbau von Fettpolstern stattfindet. Das hat auch Einfluss auf die Durchblutung, die dann bei Weitem nicht mehr so "flüssig" abläuft. Es ist im Übrigen kein Zufall, dass Raucherinnen besonders häufig an Orangenhaut leiden, denn Nikotin bringt einen gefäßverengenden Effekt mit sich und bremst den Stoffwechsel massiv aus. Schaden nimmt davon auch die Bindegewebsstruktur und im schlimmsten Fall können sogar Krampfafern und geschwollene Beine bzw. starke Ödeme, also Wassereinlagerungen, durch den Gefäßstau entstehen. Ob Hormoone – wie sie zum Beispiel in der Pille enthalten sind – Orangenhaut entgegenwirken oder vorbeugen können, ist bis jetzt nicht wissenschaftlich erwiesen. Fest steht allerdings, dass Bewegung einiges bewirken kann, vor allem auch, weil sie die Durchblutung fördert und dies die Haut langfristig straff und schön macht. Joggen oder Schwimmen sind beispielsweise ideal dazu geeignet. Orangenhaut entwickelt sich in mehreren Stadien. In der ersten Phase ist sie nur dann sichtbar, wenn man die Haut mit zwei Händen zusammendrückt und dann Dellen sieht. In der zweiten Phase sieht man Cellulite schon bei ungünstigen Lichteinfällen oder auch dann, wenn man die Muskeln anspannt. In Phase Drei dagegen sieht man die Cellulite in jeder Position – spätestens dann sollte man dagegen mit Bewegung vorgehen-. 

Orangenhaut und Ernährung

Radikaldiäten sind ein sehr häufiger Auslöser dafür, dass sich Orangenhaut erst entwickeln kann. Nicht nur bringen diese oft einen unerwünschten JoJo-Effekt mit sich, auch die Haut leidet unter diesem stetigen Wechsel und verschlechtert sich zunehmend. Deutlich besser ist es, sich langfristig und nicht nur für einen kurzen Zeitraum zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise zu bekennen. Darüber hinaus können heiß-kalte Wechselduschen, eine regelmäßige Massage mit einem Luffaschwamm sowie auch zwei- bis dreimal Sport pro Woche dabei helfen, Orangenhaut endgültig loszuwerden-

Warum Kosmetikprodukte bei Orangenhaut nicht viel helfen

Der Markt an Pflegeprodukten, die sich speziell an Frauen mit Orangenhaut richten, ist inzwischen groß-. Nicht nur Lotionen, Cremes und Peelings, sondern auch besondere Geräte zur Behandlung können erworben werden. Das wirkt zwar auf den ersten Blick verlockend, bekämpft aber leider nur in den seltensten Fällen das Problem. Im Rahmen einer Studie von Stiftung Warentest wurde herausgefunden. dass spezielle Massagegeräte und unterschiedliche Wirkstoffe in den Cremes nicht wirklich viel bewirken. Angereichert sind diese Produkte unter anderem mit Koffein, Fruchtsäuren, Ginkgo oder auch Efeu – allerdings gelangen sie keinesfalls dorthin, wo sie gebraucht werden, sondern lagern sich maximal in der obersten Hautschicht ab, die aber für die Entstehung von Cellulite keine große Rolle spielt.

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